Vielen Menschen sind die Pinatas bekannt, kleine Stoffpuppen, die mit Süßigkeiten gefüllt werden und zu bestimmten Festen verschenkt werden. Sie stammen ursprünglich aus Italien, aber die Spanier brachten sie mit ins Land, als sie Mexiko den christlichen Glauben vermitteln wollten. In anderen Kunsthandwerken spiegeln sich aber noch sehr wohl religiöse Bräuche aus vorchristlichen Zeiten und der Naturglaube der Indios wieder. So findet man solche Motive in den Webarbeiten und bei den Saltillo-Sarapes, den bunten Stofftüchern, wieder. Baumrindengemälde, Filigranarbeiten und Alebrijes - geschnitzte und dann bunt bemalte Holzfiguren - sind Beispiele dafür. Mexiko hat auch eine Tradition der Glasbläserei. Mexikanisches Glas wird mundgeblasen - jedes ist ein Unikat. Kleine Abweichungen sind natürlich vorhanden, aber unterstreichen nur die Einmaligkeit des Produktes. Ähnlich beliebt wie die Glasprodukte sind die Gegenstände, die aus hochwertigem Ton gearbeitet werden, wie Vasen, Schüsseln und Schalen und, als besonders begehrter Importartikel, die Tonöfen. Die Muster darauf erzählen aztekische Geschichten. Auch Hängematten, Flechtkörbe und sogar Möbel aus Mexiko werden in Deutschland eingeführt und finden begeisterte Käufer.
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